HUFPFLEGE bmg

HUFPFLEGE (BMG)

Hufpflege (bmg) - biomechanisch geschult

Warum steht die Biomechanik im Mittelpunkt guter Hufbearbeitung? Welche Vorstellung haben Sie von der Anatomie des Pferdekörpers? Tatsache ist, dass das Pferd wesentlich flexibler auf Einflüsse und Belastungen reagiert, als man das allgemein vermuten würde.

Wirft man einen Blick auf die gängigen Bearbeitungsmethoden rund um den Huf so stellt man fest, dass innerhalb der drei Kategorien Hufpflege, Huftechnik und Hufbeschlag kein anderer Bereich so sehr mit Dogmatisierung belegt ist, wie der Begriff der Hufbearbeitung. Eine Dogmatisierung einer bestimmten Arbeitstechnik ist nicht pferdegerecht. Möchte man Hufe verantwortungsvoll bearbeiten, ist eine methodenoffene, individuell auf die Bedürfnisse des Pferdes ausgerichtete Herangehensweise notwendig.

Was ist das bmg-Zertifikat?

Hufpfleger (bmg) sind Hufbearbeiter, die in ihren Grundlagenkenntnissen biomechanisch geschult wurden (bmg). Diese Ausbildung lenkt den Blick darauf, dass jede Hufsituation die man vorfindet, von den biomechanischen Bewegungsprozessen des Pferdes, sowie von seiner anatomischen Individualität geformt wird. Der Pferdekörper ist höchst dynamisch! Er ist ein plastisches flexibles System, das sich extrem schnell auf wechselnde Situationen einstellen kann.

Kurz gesprochen steht das bmg-Zertifikat für eine Hufbearbeitung, die über den „Tellerrand“ des Hufes hinausschaut. Dabei analysiert sie methodenoffen unterschiedliche Hufbearbeitungstheorien und berücksichtigt gleichzeitig die anatomischen Besonderheiten eines Pferdes wie Knochenstruktur, Muskulatur oder Bewegungsabläufe, um so zu einer möglichst individuellen Bearbeitung des Hufes zu gelangen.

 

Schwerpunkte meiner Ausbildung:
  • Allgemeine Anatomie (Gelenktypen, Knochen und Gelenke der Gliedmaßen, Wirbelsäule, Muskeln der Vorhand, Muskeln der Hinterhand, Biomechanik von Muskeln und Gelenken)
  • Hufkunde (Hufmorphologie, Anatomie der Hornkapsel, Anatomie und Funktionsweise der Zehengelenke, Hufphysiologie, Hornbildung)
  • Biomechanik des Hufes (Gliedmaßenstellungen, Laufverhalten und Gliedmaßenführung, Fesselstellung, Laufverhalten und Ganganalyse, Der balancierte Huf)
  • Hufbearbeitung (Hufbearbeitungstheorien)
  • Sattelkunde (Der passende Sattel, Zusammenhang Sattel und Huf)
  • Ernährung und Hufgesundheit (Funktion der Verdauungsorgane, Art- und Bedarfsgerechte Fütterung, Hornqualität, Externe und endogene Einflussfaktoren auf die Hornqualität)
  • Pferdehaltung und Umgang mit dem Pferd (Haltungsarten für Pferde, Stall- und Hufhygiene, Einstreu und Hufgesundheit, Die Verhaltensreaktionen und Körpersprache des Pferdes)
  • Huferkrankungen und Diagnose (Huflederhautentzündung, Podotrochlose (Hufrollensyndrom), Hufknorpelverknöcherung, Hufbeinfrakturen, Strahlbeinfrakturen, Kronsaumverletzungen, Hornspalten, Lose Wand, Strahlfäule, Hornsäule, Hufkrebs, Arthrose, Sehnenschäden, Fehlstellungen beim Fohlen, Lahmheitsuntersuchung und orthopädischer Untersuchungsgang)
  • Huf und Hufschutz (Hufschuhe, Grenzen des Barhufgehens und Hufbeschlag, Beschlagskategorien, Kunstoffbeschläge, Aluminiumbeschläge, Stahlbeschläge)